Hanfdiesel — eine alte Idee deren Zeit gekommen ist
Mein Onkel Bob hat mir das beigebracht. Nicht aus einem Buch — aus dem Koreakrieg. Er und mein Vater erzählten mir als ich noch ein Junge war dass sie manchmal Fahrzeuge mit Hanfdiesel betrieben haben. Von den Nordkoreanern abgeschaut.
„Da hast du deine Zigarette in den Tank — und der Tag war dein Freund.“ 😄
Das hat sich bei mir festgesetzt.
2003. Die Ölpreise steigen. 2008 — Rekordhoch.
Plötzlich redete jeder über Energiesicherheit. Öl ist endlich. Abhängigkeiten werden sichtbar. Mad Max schien nicht mehr ganz so unrealistisch.
Ich arbeitete damals in der Automobilindustrie — technische Entwicklung, Knowledge Management, Wiki-Systeme im Industrieumfeld. Ich hatte Zeit und Zugang zu Daten. Und ich erinnerte mich an Onkel Bob.
Also recherchierte ich. Und es stimmte. Alles.
Hanf produziert Öl. Aus den Samen. Kalt gepresst, weiterverarbeitet — Biodiesel. Regional angebaut, regional verarbeitet, regional genutzt. Keine Tanker. Keine Pipelines. Keine Abhängigkeit von Regimen die heute Freund und morgen Feind sind.
Bei der GFI — als Leiter Innovationsmanagement — brachte ich die Idee das erste Mal offiziell vor.
Ich wurde ausgelacht.
„Hör auf so viel Hanf zu konsumieren.“
Und: „Man kann niemals genug Hanf anbauen um das zu skalieren.“
Von wegen.
In Verbindung mit dem Solargewächshaus — ganzjährig, wetterunabhängig, energieautark — ändert sich die Rechnung komplett. Plötzlich ist Fläche kein limitierender Faktor mehr. Plötzlich ist Anbau keine Saison-Frage mehr.
Niemand wollte das hören. Damals.
Jetzt ist die Zeit reif.

Cannabis wird gesellschaftlich akzeptiert. Die Umwelt schreit nach Lösungen. Und die Industrie sucht nach regionalen Rohstoffen die nicht aus dem anderen Ende der Welt kommen.
Ich sage nicht dass Hanfdiesel alles löst. Ich sage: er ist ein Teil einer Lösung die bereits da ist — und die wir nur zusammensetzen müssen.
Das war 2008 meine Überzeugung. Das ist heute meine Überzeugung.
Der Unterschied: heute lacht niemand mehr.