Auf US-Militärgelände in München geboren.

Das Gelände in Schwabing stand unter amerikanischem Hoheitsgebiet. Damit war ich automatisch US-Bürger — ein Pass, aber zwei Welten von Anfang an. Mein Vater Carl war der Älteste von zwölf Geschwistern in South Carolina. Baumwollfelder. Blutende Finger. Eine Kindheit ohne Spielraum für Träume. Also lief er weg — zur Army. Korea. Vietnam. 2nd Infantry Division. Irgendwann landete er in einer Offiziersmesse in München als Koch.
Dort traf er meine Mutter. Christa Lieselotte Wendling. Aus einer deutschen Linie deren Urgroßvater sich geweigert hatte, Kinder für den Panzerkampf auszubilden. Die Nationalsozialisten haben ihn dafür hingerichtet. Er hatte Nein gesagt. Sie ist mit meiner Oma ´45 aus Berlin in den Westen geflohen.
Das ist das Blut das in mir fließt.
Zwischen diesen beiden Menschen bin ich entstanden. Stationen: Ingolstadt, New Jersey, Ohio, Indiana, Hawaii, New Jersey, Meckenheim/Merl, Hackenbroich, New Jersey, Worringen und dann wieder Ingolstadt. Mit den Eltern zurück nach Bayern.
Was ich aus Köln mitbrachte
Vorher war da noch Köln. Worringen, Hackenbroich, Chorweiler.
Und in Köln — das muss man verstehen — hat in jedem Dorf eine Mofa-Gang. Das ist kein Aufstand, keine Subkultur, keine große Sache. Das macht man einfach so. Du hast ein aufgemotztes Mofa, du hast Freunde mit aufgemotzten Mofas, ihr seid ein Club.
Ich hatte eine Zündapp Hai 25. Auf Chopper umgebaut. Dellorto Vergaser mit Ansaugtrichter, anderen Zylinder drauf. 2,8 PS — die sich angefühlt haben wie 28.
Dann zogen meine Eltern nach Ingolstadt. Ich mit.
Ich wusste nicht dass Bayern anders tickt.
Also machte ich einfach weiter. Gründete die Ambassadors MC in Ingolstadt — weil man das so macht. Weil in Köln in jedem Dorf eine Mofa-Gang ist. Weil ich nicht wusste dass das hier niemand kannte.

Die Clubs lösten sich auf oder wurden aufgelöst. So wie WIR! Beim Jura Fest in Lenting. Wir wurden damals „NETT“ aufgefordert unsere „Laiberl“ abzugeben! Einige wurden Motorrad Freunde, manche gingen zu die „Großen“ und wieder andere 1%er, ein Patch, ein Leben. Ich wurde Musiker. Aber der Biker steckte schon längst in mir drin. Der ist nie weggegangen.
Metal RULES!
Bevor irgendwas mit Computern war, war Metall.
Heizungsbauer gelernt — bis die Firma pleiteging. Lustige Geschichte. Eine andere Geschichte.
Also nochmal: Betriebs- und Maschinenschlosser. Beides abgeschlossen. Abends stand ich dabei schon mit Next Choice auf der Bühne — tagsüber Schraubstock, abends Blues Rock. Wer schlossert, lernt Passungen und Toleranzen — wie Teile zueinander stehen müssen, damit das Ganze läuft. Relationen, bevor ich das Wort kannte.
Dann Schichtleiter an CNC-Maschinen bei Schubert & Salzer. Die erste Führung: eine Schicht, Maschinen, Termine. Erste Berührung mit EDV.
Dann wurde ich zur Audi abgeworben. Klingt gut — ich landete am Band. Motorenbau. Ich weiß, wie sich das Band anfühlt. Ich weiß, was es heißt, wenn es steht.
Und am Band habe ich entschieden, dass es das nicht gewesen sein kann: Bildungsurlaub genommen, Systeminformatiker IHK gemacht. Ich habe mich vom Band weggebildet — Schraube für Schraube, nur diesmal im Kopf.
Die Musik

Mein Vater wollte nicht dass ich Musiker werde. Er wusste wovon er redete — er hatte selbst gespielt. Mit Miles Davis. Mit Herbie Hancock. Bevor die berühmt waren. Dann hatte er die Musik gegen die Uniform getauscht.
Brotlose Kunst, sagte er.
Ich kaufte mir vom Konfirmationsgeld eine Gitarre.
Next Choice — zuerst. Blues, Funk, Rock. Der Anfang von allem.
Macbeth — Ingolstadt, Hard Rock, Heavy Metal, Tom Glas am Schlagzeug. Die „Shining Through Tapes“. „Let it go“. Underground, laut, ehrlich.
Scandal — Juni 1992. Bis heute. Über dreißig Jahre auf der Bühne. Open-Airs, Motorradfestivals, Tattoo-Conventions, Charity. Eine Bikerband. Der Kreis hatte sich geschlossen.
Die Nachtschicht
Parallel zur Musik: die Nacht.

Nach der Wende habe ich Diskotheken in den neuen Bundesländern aufgebaut. Danach Geschäftsführer der Empire Disco in Ingolstadt. Wer samstagnachts um zwei einen vollen Laden führt — Personal, Technik, Kasse, und die Show muss laufen — der lernt Führung unter Echtzeitbedingungen. Ohne Eskalationsstufe über sich.
Dazu Road- und Tourmanager bei MC Promotions. Das Konzert beginnt um acht. Egal, was unterwegs kaputtgeht.
Ich wusste es damals noch nicht: Das war mein erstes Control Center.
Warum wir bei Media Saturn landeten
Dann kamen Grunge und Techno.
Nicht als Musikstile die wir mochten — sondern als Todesstoß für Live-Musik. Warum 4.000, 5.000 Euro für eine Band ausgeben wenn ein DJ ein paar Hundert kostet? Der Markt brach weg. Veranstalter rechneten anders. Wir spielten weiter — aber wir mussten auch essen.
Also: Media Saturn. Nicht weil wir wollten. Weil wir mussten.
Ich aber hatte Glück. Ich hatte Robert Gurdan.
Produzent. Der Mann der mir nicht nur zeigte wie man Tonstudios baut, wie man mischt, worauf es in der Musik wirklich ankommt — sondern auch EDV. Computer. Systeme. Wenn Scandal nicht spielte, ging ich zur Schule und lernte IT. Nicht als Plan B. Als nächste Ebene.
Media Saturn — Datenbankadministrator. Y2K. Euro-Umstellung. Drei Phasen, zwei Währungen, tausende Kassensysteme.
Von da die Leiter, Stufe für Stufe: Systemadministrator. Anwendungsmanagement. Teamleiter. GFI — Head of IT Strategy, 2008 bis 2011, Intranet-Aufbau, Wissensmanagement, 2009 auf dem ersten Confluence Community Day: „Das GFi Wiki — Confluence als Arbeitsportal.“
Dann Automobilindustrie: Teamleiter CAD- und Qualitätsmanagement. Drei Jahre Control Center — 24/7, 365 Tage. Diesmal das echte. Heute: Teamleiter CAD, CAE und M365.
Der Mann, der die Verbindungen zwischen Systemen sieht, die andere übersehen. Spider in the Web → [NEW LCM]
Dazwischen und schon wieder: Betriebsrat. Inzwischen die dritte Amtszeit. Dreimal gewählt, zwei unterschiedliche Firmen, heißt: Die Kollegen wissen, wo ich stehe.
Karl. Und warum er geblieben ist.

Irgendwann kamen die Bikes zurück.
Suzuki GS 850 gegen einen Marshall JCM 800 getauscht. Honda CB 650 C — Mathilda, Bad Steel, Bimbo und Peter. Kawasaki VN 800 Classic — auch Mathilda, auch Bad Steel, auch verkauft.
Dann Karl.
Mein Vater starb. Er hinterließ mir eine Viertel-Unze American Eagle Goldmünze. Ich haderte. Verkaufte sie. Und kaufte eine 1996er Harley Davidson FXST C.
Sein Name war Carl. Das Bike heißt Karl.
Der Vegvísir auf der Werkzeugtasche — der isländische Wegweiser der dich sicher nach Hause bringt egal wie das Wetter wird. Die Triskele auf dem Luftfilter.
Karl fährt noch. Karl bleibt. Das sagt alles.
Was mich wirklich antreibt
Ich hab angefangen aufeinanderzulegen was bereits da war.
Pythagoras. I Ching. Kabbalah. Elder Futhark. Quantenmechanik. Wellenphysik. Nicht um etwas zu beweisen — sondern weil ich sehen wollte ob da etwas konvergiert.
Es konvergiert.
UCST — Universal Coherence Structure Theory. Nicht Vibration ist das Grundprinzip. Sondern die Relation zwischen Vibrationen. Ich habe nichts erfunden. Ich habe nur aufeinandergelegt was bereits da war.
ALION — mein KI-System. Kein Spielzeug. Ein Werkzeug das mit mir denkt.
HHE — Hemp Harvest Energy. Solar, Hanf, Pyrolyse, Green Carbon. Ein geschlossenes lokales System. Die Richtung stimmt.
Hier findest du mich
- 🏍️ BIKES — Von der Zündapp Hai bis zu Karl. Schrauben, Basteln, Kaufberatung, Geschichten.
- 🔥 BBQ & KÜCHE — Smoked Beef Ribs, Pulled Pork, Moms Cornbread. Echtes Feuer, echtes Essen.
- 🛠️ HANDYMAN — Praktische Projekte. Was auch immer gerade auf dem Tisch liegt.
- 🧠 DENKEN — UCST, systemisches Denken, Philosophie. Für die die tiefer wollen.
- ⚡ NEW LCM — Lifecycle Management neu gedacht.
- 🌿 POWERPLANTATION — HHE. Die Zukunft die bereits möglich ist.
Past. Present. Future.
Das ist funderburk.de 🤘